B.I.G. Gruppe im Ammergauer Land

So hatte man sich das vorgestellt. Herrliches Wetter, ein gutes Hotel, ortskundige Wanderführer und ein Programm, das für jeden etwas dabei hatte. So waren die 20 Teilnehmer schon im Vorfeld gefordert, sich für die jeweiligen Tage in die entsprechenden Gruppen einzusortieren.

Dabei war für die Gruppe I am ersten Tag ein machbares Programm vorgesehen. Von der Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen vorbei an der Partnachklamm hoch zur gleichnamigen Alm. Von da runter zum Ausgang der Klamm und wieder hoch nach Grasegg. Dorthin war die zweite Gruppe inzwischen mit der ältesten Kabinenbahn der Welt gelangt und gemeinsam ging es in Serpentinen Kehre für Kehre hoch zum Eckbauer. Die große Freude am ständigen Auf und Ab der Wege in den Bergen sollte die Teilnehmer auch über die weiteren Tage begleiten. Nachdem beim Eckbauer die Kräfte wieder gestärkt waren ging es für manche per Lift, für andere per pedes über Wamberg, das höchste Kirchdorf Deutschlands in steilen Kehren wieder hinunter zum Ausgangspunkt.

Gruppe III, eigentlich die Kulturgruppe, hatte den Kulturattaché Klaus an die Wandergruppe verloren. Also wurde das gesamte Kulturprogramm auf später verlegt.

Tag 2. Schon vom Hotel aus konnte der Teufelstättkopf „besichtigt“ werden. Allerdings weit hinten und weit oben. Die Königsetappe für die Gruppe I war angesagt, für die Gruppe II war Wanderung mit Sightseeing geplant. Beide Gruppen wanderten zunächst eine der schönsten Strecken des Gebiets, nämlich vom Forsthaus Unternogg an der Halbammer hoch bis zur Hubertuskappelle. Gruppe II machte dort Pause und ging anschließend wieder zurück zum Ausgangspunkt. Das nahe Forsthaus mit Biergarten sorgte für einen fast unglaublichen Geschwindigkeitsrekord laut GPS Aufzeichnungen. Besichtigung von Oberammergau und Vorbereitungen für das abends anstehende WM Spiel forderten die restliche Zeit des Nachmittags. Gruppe I war derweil vom Forsthaus weiter bergan gegangen. Oh, Schreck, der Wanderführer hatte sich verlaufen! Allerdings konnte der Fehler mit gemeinsamem Kartenstudium schon nach wenigen Metern berichtigt werden. Weiter gings bergan. Ganz nach dem Motto „Schön hier, schön steil hier, sausteil hier…“. Vorbei an der Kuhalm, hoch zum Teufelstättkopf. Erste Fragen der Mitwanderer nach dem „Warum“ kamen auf, egal. Nach der Gipfelbesteigung und einer kurzen Stärkung auf dem August-Schuster-Haus ging´s zum Sonnberggrat. Ein Wanderleckerbissen, allerdings auch  verbunden mit dem vorher schon erwähnten ständigen Auf und Ab der Berge. Zum Abschluss lange runter ins Tal und nach einer schnellen Dusche zum Abendessen. Hätten wir mal morgens nicht so getrödelt!

Tag 3, die Kultur verlangt ihr Recht! Die gesamte Mannschaft machte sich auf zum Linderhof, einem der verschiedenen HotSpots, die der Märchenkönig Ludwig der Welt hinterlassen hat. Ein wundervoller Garten, nein, eigentlich ein Park, mit Wasserspielen, mauretanischen Kiosk, marokkanischem Haus und natürlich dem Schloss bilden ein unverwechselbares Ensemble aus der Ludwig-Epoche. Eine Führung durch das Schloss und anschließende Foto Shootings an den schönsten Stellen der Gärten ließen den Vormittag im Fluge vergehen.

Abschluss des Wanderwochenendes war dann das Mittagessen auf der Gröbl Alm. Haxen, Enten, Kaiserschmarrn, Herz was willst Du mehr? Und so fuhren die B.I.G. Freunde und ihre diversen wiedergefundenen Zipperlein nach einem rundum gelungenen Wochenende satt, müde und zufrieden nach Hause.